Batteriespeicher: Euer Weg zu 100 Prozent Sonnenstrom für Zuhause

Mehr als 70 Prozent aller Solaranlagen gehen inzwischen mit einem Batteriespeicher ans Netz. Warum das so ist? Weil immer kostengünstigere Batterien dafür sorgen, dass Solarstrom auch nach Sonnenuntergang zur Verfügung steht. An jedem Ort der Welt. Auch bei euch Zuhause?

 

Wusstet ihr, dass rund 30 Prozent der laufenden Betriebskosten eines klassischen Einfamilienhauses auf die Stromkosten entfallen? Nach den Heizkosten ist das vermutlich auch bei euch der zweitgrößte Posten im Haushalt. Wenn dieser Strom aus konventionellen Kraftwerken kommt, belastet das nicht nur die Haushaltskasse, sondern auch das Klima. Und das darf sich nicht mehr als 1,5 Grad erwärmen, um wenigstens die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern.

Die Versorgung mit regenerativem statt fossilem Strom ist gar nicht schwer. Denn die Sonne etwa liefert uns zehntausend Mal mehr Energie frei Haus als die Menschheit im Jahr benötigt. Und das Beste: Mit der passenden Technologie kann jeder den Strom aus der Sonne im eigenen Haushalt nutzen. Sinkende Preise für Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher machen solche Systeme zu einer attraktiven Alternative zu Kohle- oder Atomstrom. Denn Solarstrom ist nicht nur klimatechnisch deutlich günstiger, Betreiber einer Solaranlage mit Batteriespeicher können sogar bis zu 80 Prozent ihrer Stromkosten sparen.

So profitiert ihr von eurem Speichersystem:

  • Rund um die Uhr nachhaltig und kostengünstig mit Sonnenstrom versorgt
  • Unabhängigkeit vom Stromversorger und konventionellen Energien
  • Aktiv zur Energiewende beitragen und Vorbild für andere sein
  • Minimierte Stromrechnung
  • Sichere Stromversorgung auch bei Netzausfall
  • Künftig Strom selbst vermarkten

Energiewende für Zuhause

  1. Ihr wollt eigenen Solarstrom produzieren und in eurem Haushalt nutzen? Mit einem Speichersystem macht ihr euch unabhängig vom konventionellen Stromversorger und steigenden Stromkosten. Bei der Gerätekommunikation achtet am besten auf einheitliche Kommunikationsstandards wie etwa EEBUS. Das erleichtert die Vernetzung der Geräte und den Datenaustausch untereinander. So spart ihr zusätzliche Schnittstellen. Wir empfehlen dabei einen vorausschauenden Blick in die Zukunft: Ist das System erweiterbar, wenn ihr später vielleicht auch Elektromobilität einbinden möchtet?
    Tipp: Sofern es euer Dach zulässt, erzielt ihr mit einer Ost-West-Ausrichtung oder einer Südost- bzw. Südwestausrichtung der Solarmodule eine optimale Eigenverbrauchsquote. Denn damit folgt ihr im Gegensatz zu einer reinen Südausrichtung dem natürlichen Sonnenlauf. Die Batterie nimmt dann überschüssigen Strom auf und kann entsprechend kleiner ausgelegt werden.
    Das braucht ihr für ein solares Speichersystem:

    • Geeignete (Dach-) Fläche
    • Solarmodule
    • Solar-Wechselrichter
    • Batterie-Wechselrichter
    • Batterie
    • Energiemanager oder Energiezähler
    • Umschaltbox für die Stromversorgung auch bei Netzausfall (optional)
  2. Ihr habt bereits eine Solaranlage und wollt einen Speicher ergänzen? Wenn ihr eure Solaranlage um einen Speicher erweitert, könnt ihr noch mehr wertvolle Solarenergie selbst nutzen anstatt sie ins Netz zu speisen. Das erhöht den Eigenverbrauch und ist eine attraktive Alternative zur auslaufenden Einspeisevergütung. Vermutlich ist eure Solaranlage so angelegt, dass die Solarmodule nach Süden auf den maximalen Solarertrag ausgerichtet sind. Der Batteriespeicher sorgt dann dafür, dass in Zeiten hoher Sonneneinstrahlung Strom für Zeiten mit wenig Solarertrag zwischengespeichert wird. Damit könnt ihr den Eigenverbrauch eures Solarstroms signifikant erhöhen.
    Gleichzeitig leistet ihr einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, weil ihr mit jeder Kilowattstunde aus nicht-fossiler Energie den CO2-Ausstoß senkt.Tipp: Über das Online-Portal Sunny Places könnt ihr ganz einfach nachschauen, wie viel CO2 ihr mit eurer Anlage schon eingespart habt.
    Das braucht ihr für euer Speichersystem:

    • Batterie-Wechselrichter
    • Batterie
    • Energiemanager oder Energiezähler, sofern noch nicht vorhanden
    • Umschaltbox für die Stromversorgung auch bei Netzausfall (optional)
  3. Ihr wollt euer bestehendes Speichersystem erweitern? Steht Familienzuwachs ins Haus, wollt ihr künftig elektrisch mobil sein, mit einer Wärmepumpe heizen oder auch beim Netzausfall jederzeit sicher versorgt sein? Am besten erweitern lassen sich AC-gekoppelte Systeme (AC steht für Engl. alternating current: Wechselstrom). Denn im Gegensatz zu DC-gekoppelten Systemen (DC Engl. für direct current: Gleichstrom) lassen sich im AC-gekoppelten PV-Speichersystemen alle Erzeuger und Verbraucher im Wechselstromnetz parallelschalten. Deshalb kann man AC-gekoppelte Systeme auch jederzeit modular erweitern. Sie wachsen immer mit eurem ganz persönlichen Bedarf.
    Tipp: Fragt am besten euren Installateur gleich nach AC-gekoppelten Lösungen. So bleibt ihr maximal flexibel. Denn: Wer weiß heute schon, was morgen wichtig ist?

Wann rechnet sich mein solares Speichersystem:

 

Natürlich ist es nicht allein der grüne Gedanke, der zählt. Eure Investition sollte sich natürlich auch finanziell rechnen.

Wie schnell das geht, hängt von individuellen Faktoren wie Anlagengröße, Anlagenstandort, Nutzungsverhalten, vorhandenen Förderprogrammen sowie steuerlichen Regelungen ab.

Die Zeit, die euer Speichersystem braucht, um euch finanziell ins Plus zu bringen, heißt Amortisationszeit. Um diese zumindest grob zu überschlagen, stellt ihr die Summe der Ausgaben der Summe der Einnahmen gegenüber.

 

Eure Ausgaben:

  • Investitionskosten über eine Anlagenlaufzeit von 20 Jahren (Solarmodule, Wechselrichter, Zubehör, Abnahme- und Zählergebühren, Montagekosten)
  • Laufende Kosten (Versicherung, Betriebskosten wie Kosten für Stromverbrauch der Anlage, Wartungs- und Reparaturkosten)
  • Zinszahlungen, wenn die Anlage über ein Darlehen finanziert wird

Eure Einnahmen:

  • Stromkosten, die ihr durch selbst verbrauchten Strom spart.
  • Vom Netzbetreiber gezahlte Einspeisevergütung (in Deutschland geregelt über das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG)
  • Förderungen wie rückzahlungsfreie Subventionen
  • Evtl. Gewinn durch den Verkauf von Solarstrom an den Energieversorger

Wenn ihr die erzielbaren Jahreseinnahmen durch die jährlichen Auslagen teilt, erhaltet ihr im Ergebnis den Zeitraum, ab dem sich eure Investition auch ökonomisch rechnet. Aus Sicht des Klimas hat sie es natürlich schon viel früher getan 🙂

Tipp: Nicht jeder hat eine eigene Dachfläche für eine Solaranlage zur Verfügung. Wenn ihr zur Miete wohnt, könnt ihr euren Vermieter fragen, ob er die Dachfläche für eine Solaranlage nutzen möchte. Über ein so genanntes Mieterstrommodell kann er euch dann Solarstrom kostengünstig zur Verfügung stellen. Falls er selbst kein Interesse hat, verpachtet er euch vielleicht die Dachfläche und ihr könnt dann ggf. gemeinsam mit anderen Bewohnern gemeinschaftlich eine Solaranlage betreiben (Bürgerenergiegenossenschaft). Auf geeigneten Dachflächen von Sporthallen oder der freiwilligen Feuerwehr könnt ihr Anlagen auch als Bürgersolaranlagen betreiben.

Und so geht´s weiter

Eine professionelle Anlagenplanung vom Angebot bis zur Umsetzung erhaltet ihr von einem zertifizierten Solar-Fachpartner in eurer Nähe.
Mehr Infos zum Thema Speicher findet ihr in der Broschüre „Mehr Unabhängigkeit für Zuhause“.

Mehr zu dem SMA Speicherlösungen für Eigenheime

Über den Tellerrand geschaut

Wusstet ihr, dass Batteriespeicher richtige Universalgenies sind? So betreiben Energieversorger große Batteriespeicher im Megawattstunden-Bereich. Die Speicher nehmen die Energie aus kleinen und großen Solar- und Windparks auf und stellen sie auf Abruf bereit. Die Speicher übernehmen gleichzeitig wichtige Managementaufgaben, um das Netz jederzeit stabil zu halten. Sie sichern also unsere Stromversorgung auf höchstem Niveau und sind damit ein elementarer Teil der Energiewende.

Vorteile Speicher nach Anwendungsbereich:

  • Privates Einfamilienhaus: Unabhängig werden, sauberen und CO2 Strom vom eigenen Dach nutzen und Stromkosten sparen
  • Gewerblicher Betrieb: Leistungspreis senken, Eigenverbrauch erhöhen, mit erneuerbarer Stromversorgung punkten
  • Stromversorgung in abgelegenen Regionen (netzferne Versorgung): Zuverlässigkeit der Energieversorgung erhöhen, Dieselverbrauch minimieren, Kosten reduzieren
  • Kraftwerke und Energieversorger: Wichtige Netzfunktionen erfüllen, kostspieligen Netzausbau vermeiden, schwankende Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen managen

 

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